Kommentar zum Update „Jenseits des Horizonts“ – Goodgame Empire

An sich eine gute Idee, aber im Stile der Goodgame Studios mal wieder absolut mangelhaft umgesetzt. Grafisch 6 – setzen, eine Kopie der Außenwelt, komplett verbugt und mal wieder nur mit Rubinen spielbar –  zumindest dann, wenn man eben auch die neuen Gebäude (Relikt-Bäckerei und Relikt-Lagerhaus) haben möchte. Und hier sind wir mal wieder beim Thema Free to Play und Pay to Win:

Der Free-2-Play-Gedanke, gepaart mit diesen sogenannten In-Game-Käufen ist eine bombensichere Gelddruckmaschine, Voraussetzung ist natürlich, dass eine gewisse Langzeitmotivation vorhanden ist bzw. erzeugt wird. Ohne ständig Geld hineinzustecken, haben die Spieler keine Chance, um auf Dauer mit der Konkurrenz mithalten zu können. Solche Umstände schaffen Abhängigkeiten, unfaire Wettbewerbe und eben genau das, was man in diesem Beispiel sieht: demotivierte Spieler. Das genaue Gegenteil von dem, was man für ein gutes Free to play Spiel eben braucht.

Diese beiden Gebäude (Relikt-Bäckerei und Relikt-Lagerhaus) verschaffen einem winzigen Teil der Spieler einen immensen Vorteil, unter diesem Gesichtspunkt ist die Bezeichnung „Free-2-Play“ für Goodgame Empire als Spiel eine nicht vertretbare Aussage.

Wer mit kaufbaren Inhalten einen zeitlichen Vorteil für die Spieler generiert kann sich mit Recht die Worte „Free to Play“ auf die Packung kleben, wer einen neuen Look für den Feldherren oder Burgvogt anbietet, oder eben auch für Gebäude, dem kann man auch den „Free to Play“-Gedanken gutschreiben. Wer aber dauerhafte und entscheidende Vorteile nur durch Kauf ermöglicht, der hat sich dem Pay to Win verschrieben und sollte seine Spielen eben auch so an den Mann / Frau bringen.

Spieler, die bis etwa 50 Euro pro Monat für ein Browsergame ausgeben, machen Studien zufolge mehr als zwei Drittel des Umsatzes aus, in einem ähnlichen Bereich sollte es auch bei Goodgame Empire aussehen. Mit 50 Euro kann man hier in diesem Spiel aber nichts mehr werden, ein aussichtsloses Unterfangen.

Goodgame Studios liegt aber nichts an diesem Umsatz, sie lassen sich nicht beirren und gehen weiter ihren Weg:  Mit dem Kopf durch die Wand und die Geduld eben dieser Spieler immer weiter ausreizen, bis diese endgültig die Nase voll haben.  Man kann es dutzende Male wiederholen, wer 2/3 seines Umsatz aufs Spiel setzt, nur weil man an den Highrollern mehr Interesse hat als am Rest der Spielerschaft, der hat vom Prinzip des Free to Play rein gar nichts verstanden und wird irgendwann die Konsequenzen daraus ertragen müssen. 

Die Bugs:

Man konnte während des Events einige Hauptstädte nicht angreifen, andere nicht. Einige Allianzen hatten keine Hautstadt, andere sogar 2. Alles Dinge, die absolut nicht zu tolerieren sind.
Allianzeinfluss ist der Faktor der zählt, kann man Hauptstädte nicht angreifen, behalten diese Allianzen ohne was zu machen ihren Allianzeinfluss, sind 2 Hauptstädte vorhanden, muss man auch 2 Hauptstädte verteidigen.
Wer hier Geld investiert hat, der kann sich zu Recht betrogen fühlen, und seien es eben nur 50 Euro, es ist ein halbfertiges Event mit entscheidenden Fehlern die dazu führen, dass man nicht das erspielen kann, was man hätte erspielen können. Laut Beschreibung des Betreibers Goodgame Studios.

Die Antwort von Goodgame Studios, übermittelt durch einen Mod:

Empire Goodgame Forum: https://community.goodgamestudios.com/empire/de/discussion/comment/5083081/#Comment_5083081

Die Spielidee:

Nachdem Goodgame Studios in der Hauptwelt schon dafür gesorgt hat, dass ein vernünftiges PVP auch nur ansatzweise möglich ist, wäre eine offene und globale Welt sicherlich eine Möglichkeit, das PVP wieder zurück ins Spiel zu bringen. Die Begrenzung auf 20 Spieler pro Allianz birgt den Vorteil, dass auch nicht voll besetzte Allianzen teilnehmen können und sogar ein Gleichgewicht der Allianzen halbwegs erreichbar ist.

Warum man nicht einfach jedem Spieler dieselbe ausgebaute Burg hinstellt (ohne Möglichkeit des weiteren Ausbaus) und somit zumindest was die Burgen angeht ein vernünftiges Gleichgewicht schafft ist nicht nachzuvollziehen.

Das Goodgame Studios auch damit Geld machen kann sollte klar sein, nehmen wir einfach mal den Einsatz von Soldis und Werkzeugen, dazu Federn und eventuell sogar die Möglichkeit, Ausrüstung käuflich zu erwerben. Darauf basierend hätte man von den Burgen ein Gleichgewicht, erspielbare bzw. kaufbare Feldherren und Burgvogte machen den kleinen Vorteil für zahlungswillige Spieler aus, und jeder einzelne kann entscheiden ob er denn daran teilnimmt oder nicht.

Leider kommt das vorgeschlagene System für Goodgame Studios nicht infrage, da die Gewinnspanne nicht den Erwartungen der raffsüchtigen Betreiber entspricht.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen